Der Mittagsschlaf war keine gute Idee. Jetzt bin ich nämlich hellwach und völlig überaktiv.
Und alles nur wegen Fritz. Der sitzt nämlich neben mir in Repertoirekunde Romantik, und heute war Schuberts Winterreise dran, interpretiert von Thomas Quasthoff, gucken wir auf der Leinwand als DVD – schnieke Technik. Und ich sag so zu Fritz: “Ich komm ja aus Detmold, da war der ja mal, und hat ein Jazzkonzert gegeben – der ist gaaaanz anders! Voll abgedreht und locker, nicht so endzeitmäßig drauf wie da.” Und weil er so begeistert davon war, dachte ich mir vorhin, ich müsste das eigentlich mal wieder hören. Hab ich ja schon voll lange als Aufnahme.
Und jetzt hops ich in der Küche rum, rocke auf meinem Schreibtischstuhl ab, tanze beim Abwaschen und finde, dass ich eigentlich mal diesen selbst-designbaren Starbucksbecher, den ich gestern in einem Anfall von Es-ist-Monatsanfang-ich-hab-wieder-Geld gekauft hab, dass ich den mal selbst designen könnte. Alles mit Thomas und Daniel zu Gast.
Gut nur, dass Sarah schon schläft und dass Tschaikowski nicht so komisch gucken kann, wie er vermtlich gerne würde. Er betreibt allerdings seine persönliche Art von Rebellion, indem er ungefähr den ganzen Inhalt seines Futternapfes in seinem Laufrad bunkert und dann rennt als gäbs kein Morgen. Hat was von Steinen in ‘ner Waschmaschine. Und gut, dass ich Kopfhörer hab, sonst würde Frau Dulfer von unten drunter™ wohl umfallen.
Hab ich erwähnt, dass ich morgen um halb 8 aufstehen muss, und von diesem Aktivitätsschub noch kein Ende in Sicht ist?




