Denn mit Nicole hatte ich ja nun wirklich nicht gerechnet, und ohne sie wäre ich so leicht nicht nach New Plymouth und Wanganui gekommen, und schon gar nicht nach Napier. Diese Stadt nämlich liegt am Pazifik und ist als Art-Deco-Ort bekannt, was sich in der Architektur widerspiegelt… Angeblich. Ich hab ja keine Ahnung davon. Als Örtchen ist Napier aber total süß, lauter kleine Geschäfte und, weil es abgesehen von denen in eigentlich fast jeder neuseeländischen Stadt so aussieht, Palmen. Der Strand besteht zwar aus Steinen, eignet sich aber aufgrund seiner Lage an der Ostküste ganz hervorragend zum Sonnenaufganggucken. Neben dieser fotogenen Seite hat Napier außerdem noch ein Aquarium, in dem sich nebe Fischen und Tuataras (eine Echsenart, deren restliche Gattung ausgestorben ist) auch Kiwis finden lassen. Oder einer, aber immerhin. Ich hab einen Kiwi gesehen! Der konnte auch nicht wegfliegen, stolzierte dafür auch sehr niedlich in seinem Gehege durch die Gegend und machte alles in allem einen eigentlich sehr niedlichen Eindruck. Zum Knutschen, diese Tierchen! Okay, sie haben komische Barthaare um den Schnabel und komische Federn, aber das kompensieren sie mit ihrem graziösen und gradezu anbetungswürdig elegantem Gang. Wer schonmal „Asterix erobert Rom“ gesehen hat und sich an den taubenhaften Schreiberling erinnert, der hat ein recht lebhaftes Bild eines Kiwis vor Augen.
An dieser Stelle als möchte ich alle meine Vorurteile gegenüber Kiwis zurücknehmen und sagen: Kiwis sind Kiwis, und Schafe sind Schafe, und das eine ist nicht besser als das andere.
Posted by: Franzi | June 10, 2009
23/04/09 – Napier: Unverhofft kommt oft.
Posted in Gereist, Neuseeland
