Posted by: das Mopf | April 17, 2009

Heißes Wasser, kaltes Wasser

Was man unbedingt mal gemacht haben sollte, wenn man in Neuseeland unterwegs ist, das ist, dem Hot Water Beach von Hahei auf der Coromandel-Halbinsel einen Besuch abzustatten, und zwar bei Ebbe und mit Spaten. Dann nämlich kann man sich ein Loch buddeln, das sich mit heißem Wasser aus dem Boden füllt, sodass man seine eigene Badeanne hat.

Weil Ebbe schon vorbei war, als wir abends ankamen, musste das Unternehmen auf den darauffolgenden Morgen verschoben werden, was hieß, dass wir um fünf Uhr aufstehen mussten – um sechs war nämlich Fluttiefstand. Durch die frühe Uhrzeit aber vermieden wir nicht nur die fürchterlichen Menschenmassen, sondern hatten auch noch einen traumhaften Sonnenaufgang. Sonnenauf- und -untergänge kann ich mir ja sowieso immer wieder angucken und werde des Staunens einfach nicht müde. Der Anblick weckte mich auch in Coromandel spätestens vollends und ließ mich die ganze Heiß-Wasser-Geschichte vergessen, weil ich zum Glück auch meine Kamera mithatte, sodass ich mit den Füßen im von unte warmen Sand stand und den Anblick festhalten konnte. Auch fünf Uhr war aber anscheinend zu spät, denn kaum hatten Steffi und ihre Schwester Julia das Buddeln angefangen, kamen die Flutwellen im Minutentakt und überschwemmten die frischgebuddelt Löcher und deren Sandschutzdämme, sodass wir irgendwann aufgaben und zu Haheis zweiter Attraktion fuhren, der Cathedral Cove, einem riesigen ausgehöhlten Felsen. Wenn ich raten müsste, würde ich auf 15-20 Meter Höhe und zehn Meter Länge tippen, auf jeden Fall ist es ziemlich beeindruckend. Von der Cathedral wurden natürlich obligatorischen Fotos gemacht und auch der dahinterliegende Fels, der wohl in „Narnia“ seinen Auftritt hat, wurde gebührend respektiert; noch während der Becker’schen Familienfotos aber schlugen die Wellen so hoch, dass wir Jacken, Schuhe und Kameras retten mussten und fast nicht mehr durch die Cove gekommen wären.

Die Fahrt nach Hamilton war kurvig und steinig, denn wir fuhren mitten durch die Halbinsel über eine unbefestigte Straße, vorbei an Kauribäumen und Regenwald. Kauribäume wurden früher von den Maoris als Basis für Kanus genutzt und waren damals häufig anzutreffen, bis es zum reinsten Abschlachten kam und die Riesenbäume unter Naturschutz gestellt wurden.

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