Posted by: das Mopf | August 30, 2009

Ist das so ‘ne Krankheit von Dir?

… fragte mein Freund mich neulich, als er mich schon wieder mit einem Buch in der Hand antraf.

Ja, das ist eine Krankheit. Ich hab eine Leseratte als Haustier, seit mich der Bücherwurm gebissen hat; schon seit etwa 15 Jahren, als ich mein erstes Wort (“Ausgang”) gelesen hab. Wiedererkannt wäre das bessere Wort. Seitdem habe ich, ich weiß nicht… Ganz sicher 500 Bücher gelesen, vermutlich mehr. Die meisten davon freiwillig, bis auf Emilia Galotti und Andorra. Aber, das gebe ich offen zu, ich lese freiwillig Reklam-Hefte. Und finde es toll, wenn ich Bücher richtig heftig zerlesen habe. Ist ein Zeichen von Zuneigung.
Mein Bücherregal beinhaltet derzeit zwar grade mal schlappe 65 Bücher, die meisten davon habe ich allerdings doppelt bis vielfach gelesen. Alle HarryPotter-Bände zum Beispiel. Die Bernstein-Trilogie. Moers gesammelte Bände. Dafür, ich schäme mich auch ein bisschen, habe ich Thomas Manns Erzählungen nach ein paar Seiten aus der Hand gelegt. Aber ich hole das nach.
Grundsätzlich verliere ich Lesezeichen. Deswegen hab ich auch nie so richtig schöne, selbstgemachte. Die kommen eh weg. Das letzte, von dem ich mich erinnern kann, es verloren zu haben, war eine Abschiedskarte von Alex’ Freundin, vor meiner Neuseelandreise: “Es ist nicht notwendig, verrückt zu sein. Aber es hilft.” Die habe ich im zweiten Eragon-Band vergessen, den ich dann der Stadtbücherei von Pakuranga, Neuseeland, vermacht hab. Das war dumm. Derzeit ist es eine Karte, die bei einem Geschenk meines Freundes lag.
Zu meiner allerneuesten Errungenschaft gibt es eine niedliche Anekdote. Finde ich, obwohl ich die Dumme bin. Da habe ich, auf den Hinweis eines Kollegen, bei Abebooks im Internet nach einer schönen alten Ausgabe von “Les Miserables” gesucht. Ich dachte mir: “Wenn es alt ist, und schön, ist es auch ein bisschen mehr Geld wert.” Ich fand dann tatsächlich eine schöne Version von 1900. So um den Dreh. Für grade mal 20 Euro. Genial!, dachte ich mir, und langte zu. Erst nach dem Bestellen kam mir in den Sinn, dass 20 Euro für so ein altes Buch aber ganz schön wenig Geld ist… Es kam an und war auf Französisch. Gut, dass hier irgendwo ein Wörterbuch rumfliegt. Und gut, dass mein derzeitiger Freund aus Papier auf Englisch ist. Wie alle Bücher ist auch die Twilight-Saga im Original einfach besser.
Warum mir das alles so in den Sinn kommt? Heute überkam mich der Wunsch, mal wieder Thornton Wilders “Iden des März” zu lesen. Und nach verzweifelter Suche im eigenen Zimmer, in denen der Brüder, in der “Kinder”-Bibliothek und der meiner Eltern hatte ich zwar sechs neue Bücher auf dem “Zu lesen”-Stapel, aber nicht das gesuchte. Ich weiß noch genau, wie es aussah, aber nicht mehr, wo es ist. Ei verbibsch!

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Responses

  1. ich glaube wir haben eine leseratte aus dem gleichen wurf.
    ohne bücher kann ich nicht leben – und will es auch gar nicht.
    in die bücherei gehe ich nur noch mit rucksack *lach*

    schön das es noch andere gibt die auch diese krankheit haben ;-))


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